Fahrradbrücke von Albi (FR)

Die südfranzösische Bischofstadt Albi liegt am Fluss Tarn und ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Fahrradbrücke von Albi (Frankreich) ist ein gutes Beispiel für die Vereinbarkeit von alter und neuer Architektur und von denkmalgerechter Stadtplanung. Die Fahrrad- und Fußgängerbrücke in Albi wurde seitlich an ein historisches Eisenbahnviadukt über den Fluss Tarn angehängt.

Fahrradbrücke von Albi – Daten

Entwurfsphase2013–2015
Ausführungszeit2016–2025
Länge200 m
Fläche1.000 m²
Budget€ 5,500,000
AuftraggeberCommunauté d’agglomération de l’Albigeois
ArchitektenNey & Partners (mit MS-A für Städteplanung)

Die Fahrradbrücke von Albi

Kontext & Standort

  • Die Brücke verbindet zwei Stadtteile – Castelviel und Pratgraussal – über den Fluss Tarn und ergänzt damit die bestehende Infrastruktur. Sie wurde in enger Abstimmung mit dem UNESCO-geschützten historischen Kern Albies geplant und rückt die Stadtarchitektur ins Blickfeld .
  • Albi beherbergt die „Épiscopal City“, gelistet als UNESCO-Weltkulturerbe, und die Brücke stärkt die Verbindung zwischen Altstadt und modernen Freizeit- und Erholungszonen (Albi Tourisme).

Design & Gestaltung

  • Entworfen vom Architekturbüro Ney & Partners aus Brüssel, nimmt die Brücke die Form eines dreieckigen Metallkastenelements an, das sich an den Enden zur Plattform weitet und so Panorama-Blicke ermöglicht .
  • Die Unterseite glänzt pastellblau, die filigrane Edelstahl-Geländerung erzeugt eine visuelle Leichtigkeit – ein bewusster Kontrast zur massiven Architektur des alten Viadukts .
  • Besonders reizvoll: Die Brücke ist nicht oberhalb, sondern seitlich am historischen Bauwerk angebracht – so bleibt der Zugbetrieb oben weiterhin möglich .

Funktion & Erlebnis

  • Der neue Weg schafft eine verkehrsfreie Zone für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen – ohne Autoverkehr, ohne Druck .
  • Unter den Bögen des Viadukts wurden kleine Aufenthaltszonen eingeplant – ein echtes Highlight für Stadtbilder: „wie ein Rahmenbild für die Stadt“, so Architekt Matthieu Mallié .
  • Laut Core77 wurde die Brücke schon eine Woche nach Eröffnung zu einem beliebten Treffpunkt in Albi .

Bedeutung & Wirkung

  • Städtebauliche Integration: Die Brücke fungiert als Bindeglied zwischen historischer Mitte und neuen Stadtteilen, mit Rücksicht auf Denkmalpflege und urbanen Fluss der Mobilität (Albi Tourisme).
  • Infrastruktur & Nachhaltigkeit: Sie fördert sanfte Mobilität – Radfahren und Zufußgehen gewinnen deutlich an Sicherheit und Komfort .
  • Erlebnisqualität & Tourismus: Der einzigartige Blick auf Albi, eingerahmt durch die Bögen des Viadukts, macht das Passieren zu mehr als einer Durchgangsstrecke – zu einem visuellen Erlebnis .

Fazit zur Fahrradbrücke in Albi

Die neue Fahrrad- und Fußgängerbrücke in Albi ist weit mehr als ein funktionales Bauwerk – sie ist ein gelungenes Zusammenspiel von moderner Gestaltung, historischer Sensibilität und Verkehrslenkung. Mit ihrer leichten, eleganten Erscheinung setzt sie in zentraler Lage ein Zeichen für die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs.

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